19. Blauburgundertage Südtirol Neumarkt und Montan – 16. Nationaler Blauburgunderwettbewerb

Foto von links: Horst Pichler, Monika Delvai-Hilber, Gerhard Kofler, Peter Dipoli, Ines Giovanett und Wolfgang Tratter (Foto byou.it)

(bu/) In ihrer 19. Auflage präsentieren sich die Blauburgundertage Südtirol vom 6.-8. Mai 2017 internationaler denn je. Mit der Vertikalverkostung eines Pinot noir Premier Cru von Pommard aus dem Burgund und mit Neuseeland als diesjähriges Gastland erwartet den Besucher in den beiden malerischen Unterlandler Weindörfern Neumarkt und Montan ein vielversprechendes Programm. Mit Spannung erwartet werden die Ergebnisse aus dem 16. Nationalen Blauburgunderwettbewerb, der bereits Anfang April stattgefunden hat und die im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier auf Schloss Enn/Montan präsentiert werden. 

Blauburgundergeschichte…
Die höher gelegenen Weinlagen von Neumarkt und jene von Montan sind seit Mitte des 19. Jahrhunderts für den Anbau des edlen Blauburgunders bekannt. Seit nunmehr 19 Jahren ist dies der bewährte Austragungsort der Blauburgundertage Südtirol und des Nationalen Blauburgunderwettbewerbs, der heuer in 16. Auflage über die Bühne ging.

 Nationaler Blauburgunderwettbewerb
Dieser bereits 16. Blauburgunderwettbewerb in Neumarkt und Montan hat nicht nur in der italienischen Weinwelt mittlerweile Anerkennung erlangt, sondern ist auch für die Weingüter und Besucher in Südtirol zu einem wichtigen Termin geworden. Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die wertvolle Zusammenarbeit mit dem Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg in Person von Ulrich Pedri, Önologe und Leiter der dortigen Sektion Kellerwirtschaft. Er leitet den Wettbewerb und ist für die Auswertung der Ergebnisse verantwortlich. Diese Resultate spiegeln das Qualitätsniveau des Jahrgangs 2014 sowohl auf lokaler, als auch auf nationaler Ebene wider. Als Resümee der letzten 16 Jahre dieses Wettbewerbes hat sich Südtirol als das beste Blauburgundergebiet Italiens bestätigt und kann durchwegs mit anderen internationalen Blauburgunder Anbaugebieten verglichen werden.

Die sich aus dem diesjährigen Nationalen Blauburgunderwettbewerb ergebenden Resultate werden bei der Eröffnungsfeier der 19. Blauburgundertage Südtirol am Freitag, 28. April 2017 (11h) auf Schloss Enn in Montan bekanntgegeben. Alle ca. 60 Blauburgunder, welche am Nationalen Blauburgunderwettbewerb teilgenommen haben, sowie eine Auswahl von rund 30 Blauburgundern aus aller Welt, stehen bei den Publikumsverkostungen (07./08.05.17, 13–21h) in Neumarkt (Kultursaal „Haus Unterland“) bereit. 

 Neue Präsidentin

„Die Südtiroler Blauburgundertage sind für mich ein unumgänglicher Termin für alle Blauburgunderfans!“, sagt Ines Giovanett, die seit acht Jahren im Verein der Blauburgundertage Südtirol zunächst als Schriftführerin, später als Ausschussmitglied aktiv und seit 2017 dessen neugewählte, junge Präsidentin ist. Ihr persönliches Highlight im heurigen Programm ist die Verkostung des Gastlandes Neuseeland. „Es ist nicht immer leicht interessante Verkostungsthemen zu finden und daher haben wir uns seit einige Jahren zum Ziel gesetzt, verschiedene Anbauzonen des Blauburgunders vorzustellen. Neben der Vertikalverkostung des 1er Cru Grand Clos des Epenots von Domaine de Courcel, ist es uns wichtig, auch den jüngeren und weniger klassischen Anbaugebieten der neuen Welt Platz in unserer Veranstaltung einzuräumen“.

Gastland Neuseeland
Außerhalb Frankreich und dem Burgund ist Neuseeland, wo seit Beginn der 1980er Jahre erwerbsmäßig und mittlerweile rund 5500 ha Blauburgunder angebaut wird, eines der interessantesten Blauburgunder Anbaugebiete der Welt. Elf Weingüter, von Wairapa bis Malborough und Zentral Otago, werden mit ihren Produkten bei den diesjährigen Blauburgundertagen Südtirol vertreten sein. Für das Verkostungsseminar, das Einblick in die Blauburgunderwelt des Gastlandes Neuseeland gibt, konnte der gebürtige Neuseeländer und dessen Pinot nero Botschafter in Italien, Jeffrey Chilcott, gewonnen werden. Damit wollen die Veranstalter die Gelegenheit bieten, den Horizont und das Wissen zu erweitern. Sei es beim Verkostungsseminar (07.05.17, 10h), als auch bei den Publikumsverkostungen können die Besucher vergleichen und feststellen, wie sich diese Sorte in anderen, internationalen Blauburgundergebieten präsentiert und entwickelt.

 Seltene Vertikalverkostung
Der in Rom lebende Giampaolo Gravina studierte Philosophie, arbeitete an der Universität La Sapienza, war 15 Jahre Mitherausgeber des Weinführers I Vini d’Italia der Zeitschrift L‘Espresso. Seine Artikel erscheinen in Fachzeitschriften wie Enogea und Pietre Colorate. Im Rahmen der Masterstudiengänge der Università di Scienze Gastronomiche di Pollenzo und der Università di Vita & Salute di Milano hält er Seminare zum Thema Wein. Sein letztes Buch Vini da scoprire (Giunti, 2016) entstand in Zusammenarbeit mit Armando Castagno und Fabio Rizzari. Zurzeit arbeitet er mit Camillo Favaro an der neuen Ausgabe von Vini e Terre di Borgogna (ArteVino Editore, erscheint im Sommer 2017). Bei den heurigen Blauburgundertagen (06.05.17, 16h) stellt Gravina eines der prestigereichsten Terroirs der Côte de Beaune vor: ein Pommard Premier Cru der Domaine de Courcel in Vertikalverkostung (06.05.17, 16h), sieben Jahrgänge aus der Hand des talentierten Winzers Yves Confuron.

Blauburgunderbuch
Zeitgerecht zur Blauburgunder-Veranstaltung ist die italienische Neuauflage des Buches „Mazzon e il suo Pinot nero“ von Peter Dipoli und Michela Carlotto (Retina Bolzano, ISBN: 9788899834050) erschienen. 

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Das Programm und nähere Informationen unter www.blauburgunder.it 

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