Erntebeginn im St. Magdalener Gebiet


luigispagnollichristianplattnerEin vielversprechender Jahrgang kündigt sich an

Gesunde und schmackhafte, leuchtend dunkelblaue Trauben – die Weinbauern und Kellermeister im St. Magdalener Anbaugebiet sind mit dem Jahrgang 2012 bisher sehr zufrieden. Die Weinberge präsentieren sich zum Erntebeginn in bestem Zustand. Das herrliche Herbstwetter trägt seinen Teil dazu bei. Grund zur Freude sind auch die aktuellen „Drei Gläser“ vom Weinführer „Gambero Rosso – I Vini d’Italia 2013“ für den St. Magdalener Antheus 2011 vom Ansitz Waldgries.

Foto: Bürgermeister Luigi Spagnolli und Christian Plattner, Ansitz Waldgries mit St. Magdalener Antheos 2011 (3 Gläser Wein Gambero Rosso 2013)

Einziger Wermutstropfen: „Die Menge liegt heuer an die zehn Prozent
unter jener des Vorjahres“, wie Heinrich Plattner, der Präsident des Schutzkonsortiums
St. Magdalena, feststellen muss. „Die Trauben sind dieses Jahr auffallend
locker. Mit der Anzahl der Beeren je Traube liegen wir in diesem Jahr
weit unter den Werten der letzten Jahre“, berichtet Paul Hafner vom Südtiroler Beratungsring.
„Die Beeren sind heuer etwas kleiner als in den vergangenen Jahren,
dafür sind sie in bestem Gesundheitszustand. Und sie haben einen Geschmack,
der sehr viel versprechend ist“, freut sich Heinrich Plattner.

Der Vegetationsverlauf in den Weinbergen mag wohl mitverantwortlich
für die geringere Erntemenge 2012 sein, ist Paul Hafner überzeugt.
Die Kälteperiode und der Regen während der Blütezeit und dann die
heißen, trockenen Wochen im Juli haben sicherlich ihre Spuren hinterlassen.
„Aber nur mengenmäßig“, betont Stephan Filippi, der Kellermeister der Kellerei
Bozen. „Qualitätsmäßig stehen wir jetzt mit hohen Zuckergradationen
und passenden Säurewerten bei den Vernatschtrauben für den St. Magdalener
ausgezeichnet da.“


st._magdalena-s.maddalenaEin klassischer St. Magdalener Jahrgang
Das derzeit bilderbuchhafte Herbstwetter fördert den Reifeprozess
der Trauben auf ideale Art und Weise. Warme Tage und kühle Nächte
mit erheblichen Temperaturunterschieden sind die besten Voraussetzungen
für ein ausgewogenes Verhältnis von Extrakten, Zucker- und Säurewerten
in den Trauben, bestätigt Toni Rottensteiner von der Weinkellerei
Hans Rottensteiner. „Und dies wiederum sind die unabdingbaren Voraussetzungen
für vielversprechende Weine. Alle Voraussetzungen für einen typischen
St. Magdalener Jahrgang mit knackigen, saftig-eleganten Weinen sind
also vorhanden.“

Die Weinbauern haben mit viel Fleiß und Einsatz die witterungsbedingten
Herausforderungen des Jahrgangs 2012 gut gemeistert und sind jetzt bestens
für den Beginn der Ernte in den St. Magdalener Weinbergen gerüstet.
Je nach Lagen wird sich die Ernte heuer bis in die ersten Oktoberwochen
hinziehen. Dann wird sich zeigen, was wirklich im St. Magdalener 2012
steckt.


Grund zum Feiern haben die im „Freiwilligen Konsortium für den
Schutz der Weinproduktion von St. Magdalena“ zusammengeschlossenen
Weinbauern auf jeden Fall. Die zweiten „Drei Gläser“ vom „Gambero
Rosso“ für einen St. Magdalener – nach dem St. Magdalener 2009
vom Pfannenstielhof“ nunmehr die aktuellen „Drei Gläser“ für
den St. Magdalener Antheos 2011 von Christian Plattner vom Ansitz Waldgries
– gilt es gebührend zu feiern.