In vitro veritas


glasfakulttfrdesignbozenIn vitro veritas nennt sich das Kooperationsprojekt zwischen den zwei Bildungs- und Forschungseinrichtungen "Vetroricerca – Glas&Modern" und der Fakultät für Design und Künste, bei welchem sich 22 Studierende in einem Semesterprojekt der Fakultät unter der Leitung des Produktdesigners Prof. Kuno Prey intensiv mit dem Thema Wein und dem Werkstoff Glas auseinander setzen.

Das Einbeziehen bekannter Weinkellereien, erfahrener Önologen und der Bozner Schule „Vetroricerca – Glas&Modern" in das Studienprojekt vermittelt den Studierenden grundlegendes Wissen zum Thema Wein und Glas. Während der Entwurfsphase werden die Welt des Weins und das Konsumverhalten der Südtiroler erforscht und analysiert. Es stellt eine echte Herausforderung dar, Produkte wie Trinkgläser, Krüge, Dekanter sowie Aufbewahrungs- und Transportgefäße aus Glas für den Wein in neue Formen zu bringen. Ziel des Projektes ist es, neue Objekte zu entwerfen und zu realisieren, welche die Qualität des Weines zum Ausdruck bringen und ein stärkeres Konsumbewusstsein schaffen.
In diesen Tagen haben die Studierenden der Projektgruppe die
Möglichkeit, durch die Arbeit in den Werkstätten von „Vetroricerca –
Glas&Modern" in Bozen – ein ausgesprochen gut ausgestattetes,
kompetentes Glaszentrum – in die Welt des Glases einzutauchen.
Kompetente Fachleute von Vetroricerca werden den Studierenden nicht nur
physikalische und technische Eigenschaften, verschiedene
Verarbeitungsweisen und innovative Technologien vermitteln, sondern es
wird ihnen auch die Möglichkeit geboten, durch direktes „Begreifen“ des
Materials die notwendigen handwerklichen Erfahrungen zu sammeln, um
professionell zu entwerfen und die „Sprache“ der Produktionswelt zu
erlernen.

Das Projekt In vitro veritas ist nicht die erste Zusammenarbeit mit
Vetroricerca. In den vergangenen Jahren fanden bereits mehrere
Kooperationen zwischen den beiden Institutionen statt. Die
Zusammenarbeit ergänzt auf optimale Weise die bestehenden, gut
ausgestatten Werkstätten (z.B. für Metall, Holz und Kunststoff) um einen
weiteren Werkstoff und ein weiteres Wissensfeld im Designbereich. Aus
dieser wertvollen lokalen Synergie entstanden bereits zahlreiche
Designprodukte aus Glas, die internationale Auszeichnungen erhielten und
auf wichtigen Messen wie der ICFF in New York ausgestellt wurden. Das
preisgekrönte Objekt „glas gib gas“ – ein einzigartiger Gaskocher aus
Borosilikatglas von Harry Thaler – ist nur ein Beispiel für die
Zusammenarbeit. Ganz „Made in Bozen“ ist auch der Wasserkrug
„BERGmannWASSER“ der Studentin Elisa Bergmann: Der Krug mit dem
dreidimensionalen Tiefrelief des markanten Profils des Schlerns wurde
bei einem Wettbewerb, ausgeschrieben von der Export Organisation
Südtirol der Handelskammer und der Gastrofresh, bereits preisgekrönt.


vic/19.10.2011