Interreg: „Tourismus trifft Landwirtschaft“ auf dem Brixner Domplatz


c-alpengenuss-brixen1-webNeue Formen der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Tourismus anzuregen, ist Ziel des Interreg-Projekts "AlpenGenuss", das Südtirol gemeinsam mit Salzburg, Osttirol und Belluno vorantreibt. Am Samstag wurde das Projekt auf dem Brixner Domplatz vorgestellt: mit einer Reihe von Verkostungen und der Präsentation bisher durchgeführter Aktionen.

In eine Freiluftküche hatte sich der Domplatz am Samstag verwandelt. An
Ständen, die von Schülern und Lehrpersonen der beteiligten Schulen (für
Südtirol die Fachschulen für Land- und Hauswirtschaft Salern und
Dietenheim sowie die Landesfachschule für Gastgewerbe Bruneck)
eingerichtet worden waren, konnten sich Interessierte quer durch das
Angebot an Qualitätsprodukten von Südtirol, Salzburg, Osttirol und
Belluno kosten: "Ziel ist, diese Produkte aufzuwerten und so auch neue
Chancen in ländlichen Gebieten zu schaffen", so Landesrat Hans Berger.
Das Ziel sei ein langfristiges, die Zusammenarbeit mit den und der
Schulen der Partnerregionen schaffe aber die notwendige Basis, so
Berger, dessen Landesabteilung Land-, forst- und hauswirtschaftliche
Berufsbildung das Projekt federführend betreut.

Andrang: Bei der Veranstaltung "Tourismus trifft Landwirtschaft" auf dem
Brixner Domplatz konnte man sich durch vier Länder essen, zahllose
Interessierte nahmen das Angebot an.

Als Basis wird auch das Interreg-Projekt selbst gesehen. So haben
bereits alle Partner betont, auch über die Dauer des Projekts hinaus
zusammenarbeiten zu wollen. Die Salzburger Landesrätin Tina Widmann
betonte etwa, dass man nur gemeinsam auf dem globalen Markt bestehen
könne. Notwendig sei zudem, regionale Kreisläufe ganzheitlich zu
betrachten: von Ursprung und Qualität der Lebensmittel über deren
Herstellung und Verarbeitung bis zu Vermarktung und Verabreichung.

Diese
Sichtweise ist auch in das Projekt eingeflossen, in dem es um die Aus-
und Weiterbildung der Betroffenen – der Hersteller von Lebensmitteln
genauso wie der Vermarkter und der Gastronomie – ging. So wurde in den
vergangenen drei Jahren auf Fachmessen und anderen Veranstaltungen für
die Vielfalt und Qualität der regionalen Produkte geworben. Mit
Plakaten, Präsentationen und Gesprächen wurde zudem aufgezeigt, was
hinter den Kulissen notwendig ist, um qualitativ hochwertige Produkte
anbieten zu können. In Fachseminaren, bei Praktika, auf Exkursionen und
Lehrfahrten konnten schließlich Schüler, Lehrpersonen, aber auch
Produzenten und Dienstleister aus Landwirtschaft, Gastgewerbe und
Vermarktung Erfahrungen austauschen sowie ihre Fähigkeiten und
Fertigkeiten unter fachlicher Begleitung vertiefen.

Auch einen
greifbaren Output des Interreg-Projektes "AlpenGenuss" gibt's: Aus der
Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrkräften und Experten sind
zweisprachige Unterrichtsmaterialien und ein Kochlehrbuch entstanden. Im
Herbst werden das Unterrichtsmaterial auch als E-Learning-Kurs und das
Kochlehrbuch als E-Book für Interessierte kostenlos zur Verfügung
stehen. Eine Google-Map hilft Interessierten die am Projekt beteiligten
Bildungsdestinationen (Schulen, Lehrbauernhöfe, Naturparkhäuser) zu
finden, damit Schwerpunkte vertieft und neue Partnerschaften aufgebaut
werden können.

(chr)