Kartoffelernte sehr zufriedenstellend


kartoffelernte_-_raccolta_delle_patateHeuer auch blaue Kartoffeln mit Qualitätszeichen
Nach Ernteeinbußen 2008 heurige Kartoffelernte sehr zufriedenstellend

In diesen Tagen geht die Kartoffelernte in Südtirol zu Ende. Nach den Ernteeinbußen von bis zu 20% im vergangenen Jahr freuen sich die Südtiroler Kartoffelanbauer heuer über eine überdurchschnittliche Ernte. Dies betrifft sowohl die Qualität als auch die Quantität. Es konnten ca. 5,5 Mio. kg hochwertige Kartoffeln geerntet werden.


„Heuer
konnte mit der Ernte aufgrund des schönen Wetters etwas früher begonnen
werden. Um die Kartoffel gut einlagern zu können, ist es wichtig, dass
während der Ernte eine gute trockene Witterung vorherrscht. Dank der
über das ganze Jahr gesehen guten Witterung für den Kartoffelanbau
konnten wir eine sehr hohe Qualität erzielen. Der Konsument kann sich
auf beste Speisekartoffeln freuen, die zudem lange haltbar bleiben“,
sagt Hanspeter Felder, Direktor der Pustertaler Saatbaugenossenschaft.
Das Pustertal und das Eisacktal sind die Hauptanbaugebiete der
Kartoffel mit Südtiroler Qualitätszeichen. Im Durchschnitt werden auf
den Südtiroler Äckern pro Hektar ca. 36 t Kartoffeln geerntet. Angebaut
werden in Südtirol je nach Bodenbeschaffenheit etwa 25 verschiedene
Sorten, 2 davon im biologischen Anbau. Neu im Sortiment sind einige
blaue Kartoffelsorten, darunter die „Blaue St. Galler“. „Diese Sorte
ist optisch und geschmacklich einmalig. Aufgrund ihrer Blaufärbung
eignet sie sich bestens zur Herstellung von farbenfrohen
Kartoffelgerichten“, beschreibt Hanspeter Felder die Vorzüge der neuen
Sorte.
Die
Südtiroler Qualitätskartoffel muss auf einer Höhe von mindestens 600
Metern angebaut werden. Um das Qualitätszeichen Südtirol tragen zu
dürfen, müssen die im Pflichtenheft vorgeschriebenen Qualitäts- und
Kontrollbestimmungen strengsten eingehalten werden. Diese sehen z.B.
genaue Vorgaben über Düngung und Pflanzenschutz vor.

 

Gesund, vielfältig und lange haltbar

Die
Südtiroler Kartoffel ist reich an Vitamin C-Gehalt. Durch Garen in
wenig Wasser oder durch Backen in Alufolie kann man den Vitamin- und
Mineralstoffverlust gering halten. Die Schale der Kartoffel gilt als
besonders wertvoll, da sie dem Körper zahlreiche Ballaststoffe liefert.
Kartoffeln lagert man am besten im Dunkeln in Holzkisten bei
Temperaturen zwischen 6 – 8 °C. So bleiben die Kartoffeln den ganzen
Winter über haltbar.
Kartoffeln mit dem Zeichen Qualität Südtirol gibt es in Papiertaschen à 2,5 kg und im Raschelsack von 5 bis 25 kg. Sie werden nach Kocheigenschaften mit farbigem
Sackanhänger gekennzeichnet: gelb für mehligkochende, rot für
vorwiegend festkochende und grün für festkochende Kartoffeln. Auf diese
Weise kann der Verbraucher die für die jeweilige Zubereitungsart am
besten geeignete Kartoffelsorte wählen: mehligkochende Kartoffeln für
Nocken, Püree und Pommes frites, vorwiegend festkochende für Brat- und
Röstkartoffeln
oder Gemüsesuppen, Eintöpfe und im Ofen gebackene Kartoffeln und festkochende für Salate. Die
Südtiroler Kartoffeln sind bei der Pustertaler Saatbaugenossenschaft in
Bruneck, sowie in ausgewählten Supermärkten erhältlich.

 

Gutes Jahr für Rote Rüben

Die
gute Witterung hat auch die Ernte der Roten Rübe sehr gut ausfallen
lassen. Die Rote Rübe – umgangssprachlich auch Rohne genannt – ist
heuer ebenfalls von sehr guter Qualität. Sie wird auf ca. 50 ha vor
allem im Pustertal angebaut. Heuer werden etwa 3.300 t Rote Rüben
geerntet. Die Rote Rübe darf das Südtiroler Qualitätszeichen tragen.
Sie ist erntefrisch von August bis Oktober oder ganzjährig gekocht im
Folienbeutel à 500 g im Handel erhältlich. Die Rote Rübe kann als Salat
zubereitet werden und zeichnet sich durch ihren leicht süßlichen
Geschmack aus. Rote Rüben sollten trocken bei Temperaturen von 4-8 °C
gelagert werden.

 


Bild EOS: Die Kartoffelernte im Pustertal