Kräuter sind groß im Kommen


mechthild_von_spinn_direktorin_der_fachschule_fr_hauswirtschaft_und_ernhrung_frankenberg_konrad_spinell_priska_weger_annaLPA – In Südtirol herrscht eine alte Tradition des Kräutersammelns. Seit 20 Jahren wird der Kräuteranbau gezielt gefördert. Die klimatischen Bedingungen ermöglichen rund 120 Heil- und Gewürzpflanzen ein ideales Wachstum. Priska Weger hat heute (28. Juni) am Oberhasler-Hof in Schenna ihren Kräutergarten geöffnet und gemeinsam mit Landesabteilungsdirektor Stefan Walder über den Kräuteranbau in Südtirol informiert.

"Insgesamt werden in Südtirol auf einer Fläche von rund vier einhalb Hektar Heil- und Gewürzkräuter nach strengen ökologischen Richtlinien angebaut. Durch Veredelung schaffen sich die Kräuterbauern einen interessanten Zuerwerb, für manche sind die Kräuter bereits zum Haupterwerb geworden: Sie verarbeiten sie zu Tees und Kräutersalzen, brennen Schnäpse oder setzen Liköre an, pressen ätherische Öle, füllen Kräuterkissen, bereiten Cremes, Lotionen, Salben und Einreibungen zu oder reichern Käse und Brote mit Kräutern an", erklärt der Direktor der Landesabteilung Land-, forst- und hauswirtschaftliche Berufsbildung, Stefan Walder.
Den Anbauern sei es ein Anliegen, ihre Kräuter und Gewürze schonend und
sorgfältig von Hand zu ernten, um eine hohe Qualität zu sichern, so
Walder. Die sonnige Lage im Bergland und die kleinen Anbauflächen seien
Garanten für eine gesunde Entwicklung der Pflanzen.

"Derzeit gibt es in Südtirol 40 Kräuteranbauer, 23 Bergbauern gehören
ihrer Vereinigung an, acht Betriebe sind zertifiziert", erklärt die
Vertreterin der Vereinigung der Südtiroler Kräuterbauern Annalies
Schwabl. "Unseren Mitgliedern geht es darum, sich auszutauschen,
weiterzubilden und qualitativ hochwertige Produkte anzubieten."

Die
Direktorin der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Frankenberg,
Mechthild von Spinn, kündigt das Kräuterfestival an, das am 26. Oktober
zum dritten Mal im Kurhaus von Meran über die Bühne geht. Dabei bieten
15 Kräuteranbauer ihre Produkte zur Verkostung und zum Verkauf an, eine
Apothekerin informiert über Wirkungen von Kräutern und von Tees,
Referate zu Pflanzengöttern und Pflanzenmythen runden das Festival ab.
Im vergangenen Jahr haben mehr als 1.000 Interessierte das Festival
besucht, erklärt Mechthild von Spinn, für heuer erwartet sie mindestens
dieselbe Anzahl.



(Kbg)

Foto: Mechthild von Spinn,
Direktorin der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Frankenberg,
Konrad Spinell, Priska Weger, Annalies Schwabl und Stefan Walder,
Direktor der Abteilung Land-, forst- und hauswirtschaftliche
Berufsbildung (v.l.)