Landwirtschaft und Tourismus reichen sich die Hand


perathoner__perflerErfolgreiches 1. Jahr für ApfelLiebe-Projekt

Das Pilotprojekt „ApfelLiebe“ kann auf ein erstes erfolgreiches Jahr zurückblicken: 44 Hotels im Meraner Raum und Vinschgau haben sich am Projekt beteiligt und von April bis November Südtiroler Äpfel an ihre Gäste verteilt. Hotels, Pensionen und Privatzimmervermieter wurden im Rahmen des Projekts animiert, den Gästen Südtiroler Äpfel g.g.A. zu schenken oder zu verkaufen. Dies durchwegs mit Erfolg: 2010 wurden 5.700 ApfelLiebe-Kistchen zu 2,2 kg verkauft. 10 Cent pro kg Äpfel wurden dazu verwendet, die Rückkehr der Getreideäcker in Südtirol zu unterstützen. Ein Teil des erwirtschafteten Geldes kam jungen Musikern zu Gute, die mit ihrer Musik ein emotionales Erleben von Geschichte, von Landschaften und Kulturgütern ermöglichten. Bereits 2010 konnten Äcker im Martell- und Schnalstal, in Hafling und Schenna gemeinsam mit Schulkindern und deren Lehrkräften angesät werden. Die Südtiroler Apfelwirtschaft unterstützte das Projektteam in der Bewerbung und auch die Südtiroler Landesregierung steht dem Kooperationsprojekt zwischen Landwirtschaft und Tourismus sehr positiv gegenüber. 2011 soll das Projekt nun weiter ausgebaut werden.
Eine Überarbeitung der Drucksorten und eine noch breitere Verteilung der Informationen sind vorgesehen. Neue Tourismusbetriebe haben schon ihre Zusammenarbeit zugesagt. Im Frühjahr sind weitere Äcker in Schenna, Hafling, Juval, im Oberen Vinschgau, im Martell- und Schnalstal, auf dem Ritten, in Tiers und im Grödental geplant. Interessierte finden eine Projektbeschreibung, die Partnerbetriebe sowie alle unterstützten Projekte auf www.apfelliebe.com. Informationen gibt es unter Tel. 338 5314299 oder 320 0829165.


Für natürliche Kreisläufe wieder begeistern

Die Idee des Projekts stammt von Petra Gamper und Karl Perfler. „Wir möchten mit dem Projekt ApfelLiebe Einheimischen und Gästen die natürlichen Kreisläufe in unserer Heimat näherbringen. Bis vor wenigen Jahrzehnten gab es in fast allen Tälern Kornäcker. Heute wird das Mehl für unser tägliches Brot größtenteils importiert. Der Anbau neuer Getreideäcker in Südtirol wird das Landschaftsbild nachhaltig bereichern. Wenn sich Landwirtschaft und Tourismus die Hand reichen, werden die Lebensqualität der Einheimischen und der Erlebniswert für die Gäste gesteigert,“ sind Petra Gamper und Karl Perfler überzeugt.


martelltalApfel ist typisch für Südtirol

Die Südtiroler Apfelwirtschaft unterstützt das Projekt auch 2011, denn man ist überzeugt, dass dieses einen großen Werbeeffekt auch weit über die Grenzen hinaus erzielen kann. Einerseits werden die Tourismustreibenden für die Verwendung des heimischen Apfels und zur Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft sensibilisiert. Andererseits nimmt der Gast den Südtiroler Apfel g.g.A. mit nach Hause und wird sich somit noch lange an das Apfelland Südtirol erinnern. Außerdem stellt das Projekt eine gute Verbindung zu den Apfelführungen dar. Bei diesen lernt der Gast den integrierten Anbau kennen und wird über das gesunde Obst informiert. Er erhält damit ein lebendiges Bild von diesem typischen Südtiroler Qualitätsprodukt. Südtirol ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Europas und deshalb stellt der Apfel ein ideales, typisches Geschenk dar.

Positive Rückmeldungen der Gäste

Im ersten Projektjahr konnten sehr positive Rückmeldungen der Gäste gesammelt werden. Den Feriengästen konnten die Vorteile des umweltschonenden Anbaus vermittelt werden – sie haben ein sehr positives Gesamtbild von Südtirol erhalten. Auch deshalb begleiten sie gerne jene Entwicklungen, die authentisch und echt sind. Südtirols Gäste sind somit sehr oft gute und wertvolle Beobachter, Kritiker und Mahner. Mit diesem Projekt kann Südtirol in der Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft neue Wege gehen und aus einer inneren Begeisterung und Freude heraus Vorbild und Vorreiter für andere Regionen sein.


Im Bild 1:
Frau Perathoner, die Chefin vom Hotel Feldhof in Naturns und Karl Perfler mit einem ApfelLiebe-Kistchen

Im Bild 2:
Besonders die Kinder zeigten – wie hier im Martelltal – bei ihrer Mithilfe beim Ansäen großes Interesse und viel Einsatz

Quelle: Petra Camper/Karl Perfler & EOS.