Qualitätszeichen mit neuer Strategie im Sektor Brot


prast_widmann_schwienbacher_pichler_seehauser_aichnerNeu: Weißbrot 
Am 12. März fand in der Handelskammer Bozen die Vollversammlung der Bäcker und Konditoren, welche das Qualitätszeichen Südtirol verwenden, statt. Zu diesem Anlass stellte Hansjörg Prast, Direktor der EOS, die 3- Jahres Strategie zur Vermarktung von Südtiroler Brot, Apfelstrudel und Zelten vor. Eine Neuorientierung bei der Nutzung des Qualitätszeichens durch die Bäcker und Konditoren war notwendig geworden, um das Profil dieser Produkte zu schärfen und ihre Sonderstellung gegenüber anderen Produkten hervorzuheben.

Im Bild: Hansjörg Prast (Direktor EOS), LR Thomas Widmann, Richard Schwienbacher (Innungsmeister Bäcker); die Referenten der Vollversammlung, Lukas Pichler (Abteilung Produktsicherheit der Handelskammer Bozen), Cilli Seehauser (EOS – Abteilung Marketing Support), Alfred Aichner (Unternehmensberater und Controller)
Quelle Fotos: EOS

„Die traditionellen Brot- und Backwaren sind Teil der Südtiroler Kultur. Das Qualitätszeichen Südtirol garantiert die Qualität genauso wie die Ursprünglichkeit dieser Produkte und die traditionelle Herstellungsweise. Diese Eigenschaften müssen für den Konsumenten, der ebensolche Produkte sucht, deutlich werden. Deshalb wollen wir die Sichtbarkeit des Qualitätszeichens in den Bäckereien und Konditoreien verbessern und die Bäcker und Konditoren mit entsprechendem Informationsmaterial, das sie an ihre Kunden weitergeben können, ausstatten“, sagt Hansjörg Prast. Das Hauptaugenmerk für die Umsetzung der neuen Strategie liegt auf dem Frischebereich und damit in den Verkaufspunkten in Südtirol. Außerdem ist eine Südtirol weite Werbekampagne geplant, eine Neugestaltung des Internetauftritts (www.suedtirolerbrot.com), Mitarbeiterschulungen und Verkaufsförderaktionen zur Unterstützung der Bäcker und Konditoren.

Klare Orientierung für Kunden
Große Bedeutung kommt in Zukunft der Platzierung und der Auszeichnung der Produkte bzw. des Zeichens „Qualität Südtirol“ zu. Dies gilt insbesondere für das lose verkaufte Brot. Eine Reihe von unterstützenden Materialien wird zu diesem Zweck realisiert: Die Brotkörbe in den Regalen werden zukünftig mit Tüchern ausgelegt, die mit dem Qualitätszeichen bestickt sind. Außerdem weisen Steher mit „Qualität Südtirol“-Fähnchen auf die Brot und Backwaren hin. Plaketten für den Eingangsbereich und Schaufensterbeklebungen sollen den Konsumenten schon von außen darauf hinweisen, in welchen Bäckereien bzw. Konditoreien es Brot und Apfelstrudel mit dem Qualitätszeichen Südtirol gibt. Zusätzlich werden Prospektständer in den Läden aufgestellt, die über die hohe Qualität und die Verbundenheit dieser traditionellen Brotsorten mit der Südtiroler Kultur informieren. Für den Apfelstrudel gibt es die Möglichkeit, personalisierte Verpackungen zu realisieren, sollten sich genügend Interessierte melden.


Neu: Weißbrot
Des Weiteren wird das Sortiment der Brot- und Backspezialitäten, die das Qualitätszeichen Südtirol tragen dürfen, modifiziert. Dadurch wird eine klar definierte Produktlinie geschaffen, die sich eindeutig von anderen Produkten abgrenzen lässt. Fastenbrezn und Gebildebrot wird es zukünftig nicht mehr mit dem Qualitätszeichen Südtirol geben. Sie werden nur saisonal hergestellt und eignen sich daher nicht für ein langfristiges, kontinuierliches Vermarktungskonzept. schwienbacher_widmannNeu im Sortiment ist allerdings Südtiroler Weißbrot bzw. der weiße Weggen. Der weiße Weggen ist ebenfalls in der Tradition des Landes verwurzelt. Das Weizenbrot galt von jeher als das feinere Brot, das man sich nur zu besonderen Anlässen leisten konnte. Laut Innungsmeister Richard Schwienbacher, reagiert man mit der Aufnahme des Weißbrots auch auf die Wünsche der Konsumenten, die zu bestimmten Speisen wie Fisch oder Käse das Südtiroler Weißbrot bevorzugen.

Im Bild 1: Richard Schwienbacher übergibt Landesrat Thomas Widman das neue Weißbrot mit Qualitätszeichen Südtirol

Ruf nach noch mehr Qualitätsbäckern
Lobende Worte für die rund 60 Bäcker und Konditoren, die sich verpflichtet haben, Brot und Backwaren mit dem Qualitätszeichen herzustellen, gab es von Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann, der zum ersten Mal als zuständiger Wirtschaftslandesrat an der Vollversammlung der Fachgruppe teilnahm: „Die laufenden Qualitätsbemühungen der Bäcker und Konditoren und deren Einsatz und Bereitschaft, das Qualitätszeichen anzuwenden, sind äußerst willkommen und bringen Vorteile für den Hersteller und den Konsumenten, auch wenn sie bei der Herstellung strengere Regeln einhalten müssen als andere. Das Land setzt auf Qualität bei den Lebensmitteln und unterstützt deshalb auch die Anstrengungen der Hersteller, die sich dem Qualitätszeichen verpflichten sowie die Arbeit der EOS bei der Vermarktung der Qualitätsprodukte aus Südtirol.“