Südtiroler Erdbeeren


erdbeeren

Großes Absatzplus für Südtiroler Erdbeeren in Österreich und Deutschland

Über 1 Mio. kg Beeren aus Südtirol –
Die Saison für die Erd- und Himbeeren mit dem Zeichen Qualität Südtirol ist positiv verlaufen.

Laut Peter
Gamper, Geschäftsführer der MEG Erzeugergenossenschaft Martell, und
Markus Tscholl, Versteigerungsleiter der Egma Obstversteigerung Vilpian
war das heurige Wetter gut für den Beerenanbau, was zu einer
durchschnittlich sehr guten Qualität der Erd- und Himbeeren geführt
habe. Die gute Qualität habe sich auch auf die Nachfrage ausgewirkt.
Diese sei, über die gesamte Saison gesehen, trotz der schwierigen
Marktsituation im Inland zufriedenstellend gewesen und habe, den
Umständen entsprechend, zu einem konstant guten Preisniveau geführt.

Die
MEG konnte mit einer Ernte von ca. 870.000 kg Erdbeeren und 30.000 kg
Himbeeren einen Zuwachs von 30% gegenüber dem Vorjahr erzielen. Dies
geht vor allem auf eine Ausdehnung der Anbauflächen zurück. Beachtlich
sind die Absatzsteigerungen der Marteller Erdbeeren mit dem Zeichen
„Qualität Südtirol“ in Österreich und Deutschland.
Wurden dort im Jahr 2008 noch 5% der Ernte abgesetzt, waren es heuer
15%. Unter Berücksichtigung der Erntezuwächse wurden also etwa 3,5 Mal
so viele Erdbeeren über den Alpenhauptkamm exportiert wie im Vorjahr.
Kritisch sieht Peter Gamper die Entwicklung beim Absatz der Beeren:
„Der Trend geht immer mehr zum Lebensmitteleinzelhandel und weg von den
Großmärkten. Das erhöht den Preisdruck, denn während man auf
Großmärkten wie in Mailand auf etwa 300 Händler trifft, sind die großen
Einzelhandelsketten nur 7 oder 8.“ Einen Weg, um dem Preisdruck zu
begegnen sieht Gamper in den Qualitätsstandards: „Wer gute Preise
erzielen will, muss die Qualitätsstandards höher schrauben. Insofern
haben wir in Südtirol mit dem Qualitätszeichen den richtigen Weg
vorgegeben. Alle Beeren mit dem Qualitätszeichen Südtirol stammen aus kontrolliertem, integriertem Freilandanbau. Das
gamper_peterSüdtiroler Klima und die Höhenlagen lassen die Beeren langsam
reifen und mehr Geschmack entwickeln. Dies sind
Alleinstellungsmerkmale, mit denen wir uns von der Konkurrenz deutlich
abheben.“ 

Während
im Martelltal die Ernte bereits abgeschlossen ist, kann sie in einigen
Anbaugebieten noch bis in den November hinein andauern. Aus dem Ulten-,
Eisack-, Pustertal, Jenesien und vom Ritten kommen die Beeren, welche
von der Egma Obstversteigerung Vilpian vermarktet werden. Hier werden um diese Zeit die Früchte wiederblühender Pflanzen geerntet, die eine längere Ernte ermöglichen. Bislang hat die Egma mit 200.000 kg Erdbeeren und 35.000 kg Himbeeren eine größere Menge vermarktet als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Auch Markus Tscholl sieht in den Qualitätsrichtlinien für die Beeren mit dem Zeichen „Qualität Südtirol“ einen Wettbewerbsvorteil. „Durch unseren hohen Qualitätsstandart ist es uns gelungen unsere Position am Markt zu festigen“, so Tscholl.

Im Bild 1: Südtiroler Erdbeeren

Im Bild 2: Peter Gamper, Geschäftsführer der MEG Erzeugergenossenschaft Martell


Quelle: EOS