Umfassendes Studienprogramm für Weinbauern aus Moldawien


laimburg-moldau-weinbau-1LPA – Mehrere Betriebsbesichtigungen, Kellerführungen und Unterrichtseinheiten über Weinanbau und –verarbeitung haben die 30 Weinbauern aus der Republik Moldau hinter sich, die zur Zeit an einem EU-Projekt der Landesfachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg teilnehmen. Zehn weitere intensive Studientage in Südtirol und Norditalien stehen bevor.

Die moldawischen Teilnehmer beim Praxis-Lehrgang im Weinberg 

Noch zeigen die Weinbauern aus Moldawien keine Müdigkeit und nehmen
trotz des intensiven Lernprogrammes der Fachschule Laimburg nach wie vor
sehr interessiert an allen Angeboten teil. In den letzten zwei Wochen
standen Betriebsbesichtigungen und Kellerführungen in ganz Südtirol auf
dem Programm. So erhielten die Studienteilnehmer ein umfangreiches
theoretisches Wissen über die klassische Rot- und Weißweinbereitung,
konnten in den Kellereien Bozen, Terlan und Kaltern auf Tuchfühlung mit
der Weinproduktion gehen und lernten am Versuchszentrum Laimburg die
Pflegemaßnahmen im Weinbau kennen. „Es ist uns ein großes Anliegen, die
Erfahrung und das umfangreiche Wissen, welches Südtirol im Weinsektor
aufweist, an Moldawien weiterzugeben und dadurch einen konkreten Beitrag
zu leisten, damit die Menschen vor Ort die Chance auf Arbeit und eine
lebenswerte Zukunft haben“, so Landwirtschaftslandesrat Hans Berger zum
EU-Projekt.

Die 30 Weinbauern wurden im Rahmen eines von der
Europäischen Kommission und vom italienischen Ministerium für Arbeit,
Gesundheit und Sozialpolitik geförderten Projektes mit dem Titel
„Moldova Wine Training“ für einen mehrwöchigen Studienaufenthalt in
Südtirol ausgewählt. Das Programm steht unter der Leitung der
Landesfachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg. Projektträger
ist die Landesabteilung für land-, forst- und hauswirtschaftliche
Berufsbildung.

laimburg-moldau„Die Landesfachschule für Obst-, Wein- und
Gartenbau Laimburg ist das Südtiroler Kompetenzzentrum in der
landwirtschaftlichen Ausbildung im Weinbau und in der Kellerwirtschaft
und ist deshalb auch Ansprechpartner für internationale Projekte wie
eben auch das Projekt zur Ausbildung moldawischer Weinbauern“, erklärt
Paul Mair, Direktor der Landesfachschule Laimburg.


In den nächsten
(zehn) Tagen stehen noch weitere Betriebsbesichtigungen im Trentino und
in Norditalien auf dem Programm. Auch lernt die moldawische Delegation
bei einem Besuch in der Handelskammer und beim Beratungsring die
Organisations- und Vermarktungsstrukturen in Südtirol kennen. Am 16.
Juli endet der vierwöchige Studienaufenthalt der moldawischen Delegation
bei einer Feier im Felsenkeller der Laimburg.

(jw)