Vinschgau im Marillenfieber


marillenbaumWieder Zeit für Vinschger Marillen
Es ist soweit: Wieder steht im Vinschgau für einige Wochen die Marillenernte an. Die Haupternte der Vinschger Marillen dauert bis Mitte August, in begrenzter Menge gibt es die süße Frucht auch noch bis Ende August. Der Marillenanbau hat seit über 100 Jahren im Vinschgau Tradition. Dank der ehrgeizigen Expansionsziele des Vereins der Vinschgauer Marillenanbauer wurde das Anbaugebiet immer mehr ausgebaut. Heute bauen 120 Bauern Marillen im Nebenerwerb an. Aufgrund des besonderen Klimas mit viel Sonne, wenig Regen und trockener Luft sowie des sandigen, luftdurchlässigen Bodens gedeihen die Marillen im Vinschgau besonders gut. Marillenhaine gibt es von Naturns bis Mals; sie liegen auf einer Höhe zwischen 700 und 1.300 m.ü.d.M. In dieser Höhenlage reifen die Marillen langsamer, entwickeln jedoch einen besonders intensiven Geschmack. Und hier liegt auch das Geheimnis des großen Zuspruchs für die Vinschger Marillen.


Foto: Marillenbaum im Vinschgau


Ernte wie im Vorjahr
 „Heuer ist mit einer normalen Ernte zu rechnen. Die Blütebedingungen im
Frühjahr waren gut. Wir rechnen mit einer Erntemenge von ca. 300 t wie
etwa im vorigen Jahr“, so der Marillenexperte Gerhard Eberhöfer, der bei
der VI.P für den Verkauf der Vinschger Marillen zuständig ist.
Erhältlich sind die „Marillen aus dem Vinschgau“ in der Genossenschaft
JUVAL in Kastelbell, MEG in Martell, GEOS in Schlanders, OVEG in
Laas-Eyrs und in ausgewählten Geschäften wie im Vinschger Bauernladen in
Staben-Naturns. Die Genossenschaften haben während der Haupterntezeit
samstags am Vormittag geöffnet. Informationen gibt es unter Tel. 0473
723324. Die originalen „Marillen aus dem Vinschgau“ sind mit einem
runden, gelben Logo gekennzeichnet. Es gibt sie lose, in Kartons als
Tafelware oder – heuer neu – in einer kleineren Verpackung à ca. 1,5 kg
in einer praktischen Schale.

Frisch, süß & fruchtig

Die „Marillen aus dem Vinschgau“ sind wahre Vitalitätsbomben. Das gesunde Obst lässt sich sehr vielfältig verwenden. Am besten schmeckt es wohl im frischen Zustand. Man kann die Marille aber auch trocknen. Die getrockneten Früchte sind reine Bioaktivstoffpakete mit einem fast fünfmal so hohen Beta-Carotin-Gehalt wie in frischen Marillen. Vielfach bekannt ist die Marille auch als Grundlage für Kuchen und Torten. Ihr Fruchtfleisch zerfällt beim Backen nicht so leicht wie bei den Pfirsichen, so dass sie sich sehr gut für Obstkuchen eignen. Sehr beliebt ist die Marille auch zur Herstellung von Marmelade, Saft, Schnaps oder Kompott. Ein interessantes Geschmackserlebnis bietet die Marille auch in feinster Schokolade verpackt. Nicht zuletzt ist die Marille auch Grundlage verschiedener Südtiroler Rezepte, beispielsweise der Vinschger Marillenknödel. Übrigens dreht sich in Laas vom 5. bis 7. August beim traditionellen Kulturfest „Marmor und Marillen“ auch alles um das gesunde Steinobst. Dort können Marillen verkostet und gekauft werden.

Informationen

VI.P – Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse

Industriezone 9
39021 Latsch (BZ)

Tel. +39 0473 723324

E-Mail: bio@vip.coop

www.vip.coop/produkt/marillen.html