Weinbau in Südtirol: PIWI-Sorten, eine ökologische Alternative!


piwi Südtirol2014Am Freitag 21. Februar abends feierte Piwi Südtirol in Bozen sein 10-jähriges Bestehen und zeigte Möglichkeiten für diese ökologische Alternative im Weinbau auf.
In Südtirol finden heuer auch zwei internationalen Piwi-Events statt.

Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens erwartet der Piwi-Vorstand ein  Umdenken im Südtiroler Weinbau. Längst stehen mit den resistenten Rebsorten gut erprobte Alternativen zum  Weinbau mit konventionellen Sorten bereit. „Pilzwiderstandsfähige Rebsorten sind die perfekte Antwort auf die immer stärker werdenden Forderungen aus der Bevölkerung, nach unbelasteter Umwelt, gesunden Lebensmitteln und Ertragssicherheit für die Winzer“, so der Obmann, Franz Pfeifhofer.

 

Zulassung von zwei neuen Piwisorten

 

Dies gilt umso mehr, wo demnächst mit Solaris und Cabernet Cortis zwei weitere Piwi-Rebsorten in Südtirol zugelassen werden. Mit Bronner und Regent stehen den Winzer nun zwei Weiß- und zwei Rotweinsorten für den Anbau zur Verfügung. Somit wird auch das Angebot an Qualitätsweinen für den Konsumenten  immer breiter.

10-Jahre Verein- PIWI Südtirol – beeindruckendes Programm


 

Im Dezember 2003 wurde von rund 22 Weinbauern in Algund der Verein „Piwi“-Südtirol gegründet, „PIWI“ als Abkürzung für pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Dabei wurden folgende Aufgaben des Vereines formuliert: Austausch von wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen, regional und international, Kontakte zu Rebenzüchtern und Versuchsanstalten, die Suche nach pilzwiderstandsfähigen Rebsorten für die Produktion guter Weine und deren Zulassung in Südtirol und Italien.

 

Für dieUmsetzung dieser  Ziele hat man sich in den letzten 10 Jahren intensiv bemüht, erklärte Obmann Franz Pfeifhofer in seinem Rückblick. Man arbeitet seither mit dem landwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg zusammen, mit dem Weinbauinstitut Freiburg, man besuchte die Versuche und Anbaugebiete mit „PIWI- Sorten“ in der Schweiz, im Wallis, am Walensee und im Tessin, in der Pfalz, in der Wachau und im Burgenland, nahm Kontakte zu Züchtern in Tschechien und Russland auf,  in der Nachbarprovinz Trentino, in Verona und im Friaul.      Die Wissenschaftlichen Beirat der Laimburg arbeiten Vertreter des Vereines seit 2004 kontinuierlich mit. Auch beteiligte man sich regelmäßig an einem Stand auf der Weinmesse INTERVITIS in Stuttgart. Seit dem Jahr 2010 ladet PIWI- Südtirol regelmäßig zu den Rot- und Weißweinverkostungen, welche sehr gut besucht sind und die Qualitätsentwicklung dieser Weine am besten aufzeigen. Auch heuer  findet am 7. Mai die Weißwein- Verkostung in der neuen Meraner Kellerei statt, die der Rotweine im November.   

 

Im Rückblick auf das abgelaufene Tätigkeitsjahr listete Werner Morandell, stellvertr. Obmann die offenen Verkostungen in der Gärtnerei Schullian (Weißwein) und im Felsenkeller der Laimburg (Rotwein), Verkostungen in Freiburg, Flurbegehungen, Beantragung weiterer „PIWI“- Sorten im nationalen Sortenregister, die Lehrfahrt in die Weinbaugebiete um Verona auf.

 

Internationale Events

Besondere  Aufmerksamkeit werden heuer zwei internationale Piwi-Veranstaltungen auf sich ziehen: Sowohl die Piwi-International Vollversammlung mit Exkursion in Südtirol vom 8. bis 10. August, als auch der Internationale Piwi-Weinpreis mit zuletzt über 130 teilnehmenden Weinen werden in Südtirol ausgetragen. Infos dazu rechtzeitig auf www.piwi-international.org.

Für Rückfragen zu unserer Tätigkeit steht Ihnen gerne zur Verfügung:

 

Franz Pfeifhofer – Obmann

 

+39 335 5922200